Zwei Narrative



2021, Video-Installation









Mio Okido
Supervisor / Betreuer*in: Kristina Leko

Dieses Werk ist zwei Interviews mit ehemaligen Ost- und Westberlinern über ihre Eindrücke vom „anderen Berlin“ und den Menschen, die dort gelebt haben, in der Mauerzeit. Wie wurde das kollektive Subjekt der Berliner, das ursprünglich ein „Wir“ war, durch die Mauer in „wir Ost- bzw. Westberliner" und „Berliner im anderen Stadtteil“ geteilt? Berlin ist ein einzigartiger Ort in der Weltgeschichte, wo geteilt wurde, obwohl es eine Stadt ist. Aber diese politische und räumliche Trennung ist ein Phänomen, das heutzutage immer noch überall auf der Welt zu beobachten ist. An diesem Beispiel Berlins wird gezeigt, wie Menschen „wir“ und „andere“ definieren und wie diese Teilung des kollektiven Subjekts zustande kommt und was sie bewirkt.

Mio Okido studierte an der Tokyo University of the Arts (BA) und im Institut „Kunst im Kontext“ an der Universität der Künste Berlin (MA). Sie interessiert sich für Misskommunikation zwischen Menschen, insbesondere für solche, die durch Unterschiede in Ideologie, nationaler oder kultureller Identität verursacht werden. Derzeit thematisiert sie, welche Rolle Tragödien oder Katastrophen in betroffenen Gemeinschaften spielen, und wie sie diese Ereignisse dokumentieren und historisieren.