„Der Weg zwischen Institutionen: Über die Möglichkeit parrhesia als doppelte Strategie im Kultursektor zu betreiben“


2022, Exposition Universelle Monochrome n° 16 und n° 17, weiße Dispersionsfarbe, Gipsstuck, Gipskarton, Holz- bzw. Aluständerwerk, 350x250 cm




Jonas Tröger
Supervisor / Betreuer*in: Julia Grosse

„Hier und jetzt braucht es parrhesia als doppelte Strategie: als Versuch der Involvierung und des Engagements in einem Prozess der riskanten Widerrede, und als Selbsthinterfragung. Es braucht also Praxen, die radikale Gesellschaftskritik üben und die sich dennoch nicht in der imaginierten absoluten Distanz zu den Institutionen gefallen; zugleich Praxen, die selbstkritisch sind und sich dennoch nicht krampfhaft klammern an ihre Verstricktheit, ihre Komplizität, ihr Gefangenendasein im Kunstfeld, ihre Fixierung auf die Institutionen und die Institution, ihr eigenes Institution-Sein.“ (Raunig, Gerald (2006): Instituierende Praxen) In „Der Weg zwischen Institutionen: Über die Möglichkeit parrhesia als doppelte Strategie im Kultursektor zu betreiben“ untersucht Jonas Tröger wie es zu dem Zustand der Institutionalisierten Institutionskritik gekommen ist, welche Gefahren der gouvernementalistischen Aneignung der Kritik diese birgt und welche Möglichkeiten in der parrhesia als doppelte Strategie liegen können sich diesen zu entziehen. In seiner künstlerischen Arbeit „Exposition Universelle Monochrome“ sucht er selbst „einen Ausweg“, welcher der parrhesia entspricht.

Jonas Tröger (Erlangen, 1991) hat in Berlin, Wien und Nürnberg Kunst im Kontext, Transmediale Kunst und Kunstpädagogik studiert und arbeitet seit 2018 als freischaffender Künstler und Kurator in Berlin und Nürnberg. Er ist Mitbegründer des KünstlerInnenkollektivs eat-art.biz

@jonastroeger 
www.jonastroeger.com
troegerjonas@gmail.com